Farbiger Beton für den Osnabrücker Rosenplatz

Das jüngste Beispiel für unser breites und qualitativ hochwertiges Lieferspektrum ist der neugestaltete und Mitte Juli dieses Jahres eröffnete Rosenplatz in Osnabrück. Die besonderen Herausforderungen hier: Eine zweilagige, durchgefärbte Fahrbahndecke aus grauem und rotem Ortbeton, der nicht nur farbbeständig, sondern auch besonders langlebig sein mußte.

Der Rosenplatz in der Neustadt ist einer der größten Plätze in Osnabrück. Rund um den Platz entstand in den letzten Jahren unter anderem ein innerstädtisches Neubaugebiet, das in das Förderprogramm „Die soziale Stadt“ des Landes Niedersachsen aufgenommen wurde. Dies erforderte auch eine Umgestaltung des Rosenplatzes, der durch geeignete städtebauliche und verkehrstechnische Maßnahmen seiner Bedeutung und Funktion als funktionale Mitte und Identifikationspunkt des Quartiers wieder gerecht werden soll. Die Basis dafür bildete ein städtebaulicher Wettbewerb. Gewinner dieses Realisierungswettbewerbs wurde das Büro lad+ Landschaftsarchitektur Diekmann aus Hannover in Arbeitsgemeinschaft mit yellowz, Berlin und BPR, Hannover.

Von der Durchgangstraße zurück zum Platzcharakter

Neben der Verbesserung der sozialen, kulturellen, bildungs- und freizeitbezogenen Möglichkeiten im Quartier, bestand ein zentrales Anliegen auch in der Verbesserung der Verkehrssicherheit – vor allem für Fußgänger und Radfahrer. In der Wahrnehmung der Benutzer wird der Rosenplatz – so der Plan – wieder als Platz und nicht als Durchgangstraße zugänglich werden. Dafür werden ca. 400 Rosen angepflanzt und ein etwa sieben Meter breiter Seitensteifen mit speziellen Podesten vor den Wohnhäusern entstehen. Wichtig war es auch, die verbleibenden Fahrbahnen für den Autoverkehr und die Fahrstreifen des Radwegs mit Hilfe eines verschieden farbigen Betons optisch attraktiv kenntlich zu machen. Die verschieden farbigen Betone lassen ein Schachbrettmuster entstehen – in den Farben Grau sowie in drei unterschiedlichen Rottönen.

Anspruchsvolle zweischichtige Betonbauweise

Auftragnehmer für die gesamte Baumaßnahme war die Firma Bauen & Umwelt Dieckmann aus Osnabrück, die den gesamten Tiefbau realisierte. Die Arbeiten für die Fahrbahn wurden an die Firma Hamelner Bahn- und Tiefbau vergeben. Nicht nur die Bus- und Gehwegbereiche, sondern auch die Fahrbahnen erhielt dabei eine neue Decke in zweischichtiger Betonbauweise.

Von Anfang an war auch die sibo Osnabrück an der Planung beteiligt. Zunächst galt es in diesem Zusammenhang Musterplatten und Betonentwürfe zu erstellen, nach denen dann eine erste Vorauswahl der Farben vorgenommen werden konnte. Die endgültigen Farben wurden ebenfalls im Haus sibo festgelegt.

Die im März 2011 begonnen Bauarbeiten endeten im Juli 2012. Die dabei verbaute Betonmenge betrug ca. 1.800 m³. Davon entfielen rund 1.100 m³ auf einen Unterbeton der Sorte C 30/37 LP XC4, XF4, XD3.

Die ca. 300 m³ frostbeständiger farbiger Oberbeton der Fahrbahn entsprachen wie der Unterbeton einem C30/37 LP XC4, XF4, XD3 nach DIN EN 206-1 / DIN 1045-2 mit Zugabe von 0,5 bis 2% Farbpigmenten (Eisenoxide Rot). Der Oberbeton wurde auf Basis CEM I 42,5 R Dyckerhoff Weiss in 35 Abschnitten und in Feldern von 5 m x 1 m hergestellt – in den bereits erwähnten drei unterschiedlichen Rottönen unter Verwendung von Bayferrox Pigment Pulver Rot 130 und 160.

Dyckerhoff Weiss wirkt sich dabei auf Grund seiner Eigenschaften positiv auf die Gleichmäßigkeit der Farbtönung der unterschiedlichen Felder aus.

Durch die Zugabe von Pigmenten konnte der gewünschte Farbton des Zementsteines zusätzlich ausgesteuert werden. Da die Pigmente je nach Farbton 10 bis 20 mal feiner als die Zementpartikel sind, erreichen sie eine deutlich größere spezifische Oberfläche und erzielen schon bei geringer Dosierung eine ansprechende farbliche Wirkung. In der Kombination mit Dyckerhoff Weiss treten diese brillanterals bei Grauzement in Erscheinung.

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