Schwarzer sibo-Beton für Öffnung der Hase in Osnabrück

In der Osnabrücker Innenstadt wurde eine neue Brücke über die Hase mit farbigem sibo-Beton ausgestaltet.

Nicht selten müssen im modernen Städtebau die Bausünden vergangener Zeiten rückgängig gemacht werden. So auch in Osnabrück, wo die Überbauung des durch das Stadtgebiet verlaufenden Flusses Hase Schritt für Schritt geöffnet wurde, um die Attraktivität der City auch als Lebensraum weiter zu erhöhen. Als vorläufig letztes Teilprojekt wurde jetzt in der Innenstadt ein Stück des bisher verdeckelten Flusses freigelegt und mit einer neuen Fußwegbrücke versehen. Ausgestaltet ist die Brücke mit farbigem Beton – hergestellt von der sibobeton Osnabrück.

Die sibobeton Osnabrück wurde von der bauausführenden Firma Hofschröer aus Lingen, einem langjährigem Stammkunden, mit der Lieferung von insgesamt 245 m³ Beton beauftragt. 152 m³ davon war farbpigmentierter Beton C 30/37 „LP“, der unter Zusatz von Bayferrox schwarz hergestellt wurde. Der Beton erfüllt die Anforderungen der Sichtbetonklasse SB 3. Mit der Betonprüfung war die Osnabrücker Prüfstelle der GfBB Prüftechnik beauftragt. Der Zement stammte ausschliesslich aus dem Dyckerhoff-Werk Lengerich und wurde als CEM I 42,5 N (sd) in den farbigen LP-Beton eingemischt.

Produziert wurde der Beton hauptsächlich im sibo-Werk Osnabrück, teilweise auch in Georgsmarienhütte. Die Anlieferung auf der Baustelle wurde durch die im Bereich der Fußgängerzone Georgstraße sehr enge Baustelle mit wenig Fahrmöglichkeiten und durch die individuelle Bauwerksausführung mit hohem optischem Anspruch sowie letztlich auch die durch den Fluss verursachte Witterungsabhängigkeit erschwert. Besonderes Augenmerk musste auch auf die Abstimmung in puncto Rohstoffe sowie insbesondere Farbgebung mit dem beteiligten Fertigteilwerk gelegt werden, da die platzierten Sitzbänke und die Randeinfassungen der Gehwege auf der Brücke der Betonoberfläche von sibo entsprechen mussten. Vor Beginn des Brückenbaus musste eine 50 Jahre alte Stahl-Betondeckelkonstruktion aufwendig abgebrochen werden.

Die im Februar 2016 begonnenen Bauarbeiten wurden Ende November 2016 abgeschlossen. Die neue Fußwegbrücke verlängert den bereits bestehenden Haseuferweg. Passanten können jetzt in der Straße „Öwer de Hase“ auf einer gestalterisch gelungenen Uferpromenade flanieren.